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Das schönste Kleid der Welt
 Autor*inn(nen): Holger Edmaier, Kai D. Janik  Kategorie(n): Anders sein, Aufklärung, Gefühle, Gender, Geschlechtliche Viefalt, Transgender, Transident, Umgang mit Problemen  Verlag: 100% MENSCH Verlag  Erschienen: 2021  ISBN: 978-3981917505  Zielgruppe: ab 04 Jahren
Beschreibung:

„Das schönste Kleid der Welt“ erzählt die Geschichte von Anna, die von allen „Paul“ genannt wird, weil niemand weiß, dass sie ein Mädchen ist. Das Buch ist für Kinder ab 4 Jahren sowie Erzieher*innen, Pädagog*innen und Eltern geeignet. Als Anna geboren wird, passiert etwas Seltsames: Die Ärztin sagt, sie sei ein Junge. Ihre Eltern nennen sie daher „Paul“. Anna ist trans*. „Das schönste Kleid der Welt“ erzählt Annas Geschichte von ihrer Geburt bis in ihre Schulzeit. Dass sie zunächst für einen Jungen gehalten wird, ist für die kleine Anna kaum greifbar, erst langsam formieren sich Erwartungshaltungen und mit ihnen treten Konflikte auf. Ihre Welt verändert sich. Die Befreiung kommt bei einem Hosenkauf, als Anna auf einem Kleid besteht. Sie nimmt all ihren Mut zusammen und offenbart sich ihrer Mutter: „Mama, weißt Du denn nicht, dass ich ein Mädchen bin?“ Ihre Mutter reagiert so, wie es sich wohl alle trans* Kinder wünschen würden… Im Gegensatz zu anderen Kinderbüchern, die Vielfalt oder Anderssein thematisieren, ist die Handlung des Buches „Das schönste Kleid der Welt“ nicht in einer imaginären (Märchen-)Welt angesiedelt, sondern im Hier und Jetzt. Dass Anna trans* ist, steht dabei nicht als große und überraschende „Enthüllung“ am Ende des Buches, sondern Anna ist von Geburtan Anna, die als der Junge „Paul“ wahrgenommen wird. Trans* zu sein ist somit keine „Wahl“; das Wissen umdas eigene Geschlecht ist unumstößlich von Anfang an da. Erzählerisch wird dies durch eine doppelte Perspektive umgesetzt: Annas Sicht auf sich und die Welt wird aus ihrer weiblichen, von ihrem Umfeld aus betrachtet jedoch einer männlichen Perspektive erzählt. So entsteht ein Verwirrspiel aus Eigen-und Fremdwahrnehmung. Die detailverliebten und witzigen Aquarelle des trans* Künstlers Kai D. Janik laden zum Entdecken ein und begleiten die Handlung gefühlvollvon der unbeschwerten Kleinkindphase Annas, ihrer Schulzeit und den immer deutlicher werdenden Konflikten bis zum märchengleichen Ende.